Definition
Tyrosinkinaseinhibitor, der zu einer Blockade des Tumor-Zellwachstums führen kann. Indem Erlotinib die Tyrokinaseaktivität innerhalb der Zelle blockiert, verhindert es die Signalübertragung über den für das Zellwachstum wichtigen Wachstumsfaktor HER1 (humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 1 [EGFR-1]).
Indikation
Zugelassen zur Therapie des lokal fortgeschrittene oder metastasierte nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) als Erhaltungstherapie bei Patienten, die nach 4 Zyklen einer platinbasierten First-Line-Standardchemotherapie einen unveränderten Krankheitszustand aufweisen sowie bei Pat., bei denen mindestens eine vorausgegangene Chemotherapie versagt hat. Weiterhin zugelassen zur Kombinationstherapie des Pankreaskarzinoms in Kombination mit Gemcitabin.
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Schwangerschaft/Stillzeit
Anwendung in Schwangerschaft oder Stillzeit ist nicht zu empfehlen (ungenügende Datenlage). In Studien an Ratten und Kaninchen wurde eine erhöhte embryonale/fötale Letalität nachgewiesen. Bei schwangeren Frauen sollte die Therapie nur dann fortgeführt werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter gegenüber dem Risiko für den Fötus überwiegt. Es ist nicht bekannt, ob Erlotinib in die Muttermilch übergeht. Mütter unter Erlotinibtherapie sollten nicht stillen.
Unerwünschte Wirkungen
Acne medicamentosa gehört zu den häufigsten UAW (30-90% der Fälle). Häufig sind auch Alopezie, Nagelveränderungen, Paronychie sowie Rosazea.
Hinweis(e)
Frauen im gebärfähigen Alter gilt eine Schwangerschaft zu vermeiden. Für die Dauer der Behandlung und während mindestens 2 Wochen nach deren Beendigung ist eine wirksame Empfängnisverhütung durchzuführen.