Large-Cell-Transformation

Zuletzt aktualisiert am: 20.03.2025

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Synonym(e)

LCT

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Definition

Die Large-Cell-Transformation (LCT) bezeichnet die Umwandlung einer bestehenden niedriggradigen (indolenten) lymphatischen Erkrankung in ein aggressiveres, hochgradiges Lymphom mit großzelligen Merkmalen. Dieser Prozess ist vor allem im Zusammenhang mit indolenten B-Zell-Lymphomen bekannt, wie beispielsweise beim follikulären Lymphom oder der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL). Auch bei kutanen T-Zell-Lymphomen (CTCL) ist das Auftreten einer großzelligen Transformation ein Malignitätszeichen (Beispiel - Mycosis fungoides)  

Allgemeine Information

Merkmale der Large-Cell-Transformation

  • Morphologie: Die Lymphomzellen verändern sich zu großen, atypischen Zellen mit prominenten Kernen und Nukleolen.
  • Klinischer Verlauf: Der Krankheitsverlauf wird aggressiver, mit schnellerem Wachstum der Lymphknoten, B-Symptomen (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust) und möglicherweise einer Beteiligung von extranodalen Organen.
  • Prognose: Die Prognose verschlechtert sich in der Regel erheblich, und es besteht ein erhöhter Therapiebedarf.

Beispiele für Large-Cell-Transformationen

  • Richter-Transformation: Dies ist eine spezielle Form der Large-Cell-Transformation, bei der eine CLL oder ein kleinzelliges B-Zell-Lymphom in ein aggressives DLBCL übergeht.
  • Transformation eines follikulären Lymphoms: Hierbei entwickelt sich aus dem indolenten follikulären Lymphom ein DLBCL.
  • Transformation eines CTCL : Am Beispiel der Mycosis fungoides (Übergang von Patch-Stadium in das Tumorstadium) ist ein tiefes diffuses Infiltrat lymphozytärer Zellen in der Epidermis, ein Verlust des Epidermotropismus, eine hohe Mitoseaktivität und eine Transformation mittelgroßer Lymphozyten in blastäre Tumorzellen (>25% des Innfiltrats) charakteristisch. Die LCT kann CD30+ oder CD30- sein.  

Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch:

  • Biopsie: Untersuchung von Hautinfiltraten, von Lymphknoten oder anderen betroffenen Geweben.
  • Immunhistochemie und Molekulargenetik: Nachweis von Veränderungen wie Mutationen oder klonalen B-bzw. T-Zell-Expansionen.
  • Bildgebung: Sonographie, Ganzkörper-CT ggf. PET-CTzur Beurteilung der Krankheitsausbreitung.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich meist an den Standards für aggressive Lymphome, wie z. B. mit einer R-CHOP-Chemotherapie (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison).

Bei den kutanen T-Zell-Lymphomen vom Typ der Mycosis fungoides sind Chemotherapie, Radiotherapie, Alemtuzumab eingesetzt werden.

In einigen Fällen können auch CAR-T-Zell-Therapie oder Stammzelltransplantationen in Erwägung gezogen werden.

Literatur

  1. Jonak C et al. (2021) Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom. J Dtsch Dermatol Ges 19:1307-1335.
  2. Trautinger F et al. (2017) European Eur J Cancer 77: 949-954 European Organisation for Research and Treatment of Cancer consensus recommendations for the treatment of mycosis fungoides/Sézary syndrome - Update 2017. Eur J Cancer77:57-74.

Zuletzt aktualisiert am: 20.03.2025